Haaßel und kein Ende

20.12.17 von Reinhard Bussenius

Die Causa Haaßel – Abfalldeponie (oder etwas beschönigend:  Bauschuttdeponie der Klasse 1) zieht sich ordentlich hin. Was Bauschutt ist? Alles Mögliche und Unmögliche – darüber muss man sich im Klaren sein.

Es ist für außen Stehende auch nicht einfach, alles zu durchschauen. Ich habe mir die aktuellen Unterlagen im Kreishaus angesehen. Da schaut der Laie wirklich nur schwer durch. Was ich aber sofort bemerkt habe: Da wird mit Zahlen ganz munter hin-und her operiert.

Beispiel: Einleitungsmenge von Oberflächenwasser. Das NLWKN  fordert am 3.7.13 eine Begrenzung der Einleitungsmenge von 3 l/Sekunde,  der Landkreis will mal eben 67% mehr gestatten: 5 l/Sek- an sich müssten es 7 l/ Sek sein. Weitere Nach-Berechnungen kommen dann auf 21 l/ Sekunde.

Das wäre dann das 7-fache der ursprünglichen Menge, die da eingeleitet werden kann. Keine Kleinigkeit. Und die Bedeutung dieses Aspektes – Oberflächenwasser aus einer Deponie – direkt am Naturschutzgebiet „Haaßeler Bruch“ kann man auch nur schwer beurteilen. Wir Grünen hatten immer Bedenken gegen eine Deponie an diesem Standort und die Bedenken sind absolut nicht ausgeräumt.

Und wenn dem Laien ziemlich schnell diese Widersprüche auffallen – was gibt es da sonst noch für Probleme?

Mein Eindruck ist: Der Landrat und einige in der  Verwaltung wollen diese Deponie unbedingt und auch an diesem Standort. Warum ? Weiß ich nicht.

Gleichwohl ist in dieser Phase auch kaum mehr zu erreichen, als auf diese Widersprüche und Probleme hin zu weisen. Diese müssten nach dem überarbeitetem Antrag ja wohl, erst einmal geklärt werden.

In der überarbeiten Form stimmen wir dem Antrag zu.

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