Hoch gelobte Premiere der Online-Veranstaltung der Grünen

06.02.21 von Susanne Hastedt

Erste digitale Kreismitgliederversammlung war ein voller Erfolg

„Bisher die beste KMV, die wir je hatten“, „Die Online-Abstimmung ist ein klares Plus“. Begeisterte Rückmeldungen erreichten den Kreis-Vorstand der Grünen nach der ersten digitalen Kreismitgliederversammlung (KMV) am 23. Januar. Die Technik dafür wurde im Landgut Stemmen aufgebaut und die Veranstaltung von dort organisiert und geleitet. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass die 60 Teilnehmer zum ersten Mal im digitalen Webformat zugeschaltet waren und online ihr Votum zu den verschiedenen Beschlussvorlagen abgeben konnten.

Schwierige Zeiten erfordern kreative Lösungen, zum Beispiel wenn es um wichtige politische Entscheidungen geht. Über 60 Kreis-Mitglieder in Zeiten von Corona-Beschränkungen in einem Raum zu versammeln, stellte den Vorstand des Kreisverbandes Rotenburg über Monate hinweg zunächst vor eine schier unlösbare Aufgabe. Einige Male bereits war die Kreismitgliederversammlung (KMV) verschoben worden, immer in der Hoffnung, sie wenig später als Präsenzveranstaltung stattfinden zu lassen. Ein gewisser Zeitdruck entstand jedoch allein Im Hinblick auf die anstehenden Wahlen im Herbst und abzustimmende Beschlüsse. Daher entwickelte der Vorstand mit Sabine Holsten und Hans-Jürgen Schnellrieder die Idee, die Versammlung digital stattfinden zu lassen.

 

Dies bedeutete für das 11-köpfige Orga-Team einen großen persönlichen Einsatz. Wochenlange Planung und Anschaffung des technischen Equipments. Schließlich dann vor Ort sechs Stunden Aufbau und Einrichtung der Technik. Mittels der eigens eingerichteten telefonischen Hotline mit Hannah Pohl und Haissam Taleb erhielten die Teilnehmer auch noch kurz vor der KMV Hilfestellung bei allen Fragen rund um technische Probleme.

Dann endlich war es soweit! Mit geringer, aber zu erwartender Zeitverzögerung startete die KMV am Samstagmorgen. Als Überraschungsgast zur Premierenveranstaltung war der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, zugeschaltet. Er richtete Grußworte an die Runde und lobte die Idee, sich in schwierigen Zeiten auf neue Formate einzulassen. Im Anschluss übernahmen Franka Pohl und Jochen Hake die Sitzungsleitung der einzelnen Abstimmungen, die zunächst mit der Festlegung der Redezeit der einzelnen Teilnehmer auf eine Minute begann. Dieser Beschluss sorgte dafür, dass die Beiträge kurz und präzise gehalten wurden. Zudem erhielten die Teilnehmer über die Chat-Funktion die Möglichkeit, Fragen zu stellen, was gern als zusätzliche Möglichkeit genutzt wurde.

Viel stand auf der Tagesordnung und bedurfte der Abstimmung. Über das grüne Netzwerk hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, ihr Votum online zu den Beschlüssen abzugeben.

Zur Abstimmung kamen im Kern Beschlüsse über die üblichen Formalia, die zukünftige Zusammenarbeit und Details zur Finanzierung des Wahlkampfbudgets.

Die Anerkennung einer Kreisarbeitsgemeinschaft (KAG) Junge Grüne stand ebenfalls mit auf der Tagesordnung. Die Beweggründe, diese KAG zu gründen, wurde von Annemay Voigt vorgestellt. Sie erläuterte, dass die KAG „Junge Grüne“ eine Ergänzung zu der bereits vorhandenen Grünen Jugend darstellen solle. Im Kern gehe es darum, im Landkreis mehr junge Leute für die Politik der Grünen zu begeistern und sie glaubwürdig einzubinden. Die „Jungen Grünen“ verstünden sich zudem als Ansprechpartner für alle Grünen im Kreisverband. Ihre Absicht sei es auch, eine Schnittstelle zwischen der Partei und weiteren Initiativen, Verbänden und Vereinen darzustellen. Dem Antrag zur Anerkennung der KAG Junge Grüne wurde mit überwiegender Mehrheit zugestimmt. (Verlinkung Seite Junge Grüne)

Viel Diskussion gab es um zum Thema „Professionelles Miteinander“ und die noch ausstehende Aufnahme von Neumitgliedern. Hierzu wurde ein Missbilligungsantrag von Bernd Braumüller gestellt und diesem mehrheitlich stattgegeben. Hans-Jürgen Schnellrieder erläuterte zu diesem Punkt, dass vorweg in der Presse bereits Leserbriefe veröffentlicht worden wären, die der sinnvollen Diskussion eher abträglich gewesen waren. Er bat um eine sachbezogene Auseinandersetzung mit der Thematik.

Faktisch legte er dar, dass seit rund einem Jahr keine neuen Mitglieder in den Ortsverbänden Scheeßel und Bothel aufgenommen werden. Die jeweils zuständigen Ortsverbandsvorsitzenden hätten die ausstehende Neuaufnahme jeweils mit der Corona-bedingten Problematik des Kennenlernens der neuen Mitglieder begründet. Dies sei jedoch kein plausibler Grund, um die potenziellen Neumitglieder so lange hinzuhalten, befand der Vorstand. Das Verhalten hilft nicht bei der positiven Entwicklung der Grünen in Landkreis, befand auch Bernd Braumüller in seiner Stellungnahme.

Zum Ende der rund sechsstündigen KMV – inklusiv einer einstündigen Mittagspause - erhielten die Bundestagskandidaten Michael Kopatz, Faruk Maulawy und Claas Goldenstein die Gelegenheit, sich den Mitgliedern mit ihrem jeweiligen Hintergrund und Zielsetzungen für die Bundestagswahl vorzustellen.

Die Kreismitgliederversammlung wurde um 16.15 Uhr planmäßig beendet. Sabine Holsten und Hans-Jürgen Schnellrieder, Sprecher*in, bedankten sich bei allen Beteiligten für die gute Durchführung der Veranstaltung und zeigten sich froh darüber, dass alles nahezu reibungslos über die Bühne gegangen war. Hans-Jürgen hob die Leistung des Organisationsteams hervor, welches sich über Wochen auf diesen Tag vorbereitet hatte.

 

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